{"id":3185,"date":"2025-09-15T06:35:25","date_gmt":"2025-09-15T06:35:25","guid":{"rendered":"https:\/\/iraniansforum.com\/eu\/?p=3185"},"modified":"2025-09-15T06:35:25","modified_gmt":"2025-09-15T06:35:25","slug":"bsw-kundgebung-wie-in-deutschland-terror-verharmlost-und-israel-delegitimiert-wird","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/iraniansforum.com\/eu\/bsw-kundgebung-wie-in-deutschland-terror-verharmlost-und-israel-delegitimiert-wird\/","title":{"rendered":"BSW-Kundgebung: Wie in Deutschland Terror verharmlost und Israel delegitimiert wird"},"content":{"rendered":"<p><strong>BSW-Kundgebung: Wie in Deutschland Terror verharmlost und Israel delegitimiert wird<\/strong><\/p>\n<p>Die gesellschaftliche Lage in Deutschland ist brandgef\u00e4hrlich geworden. Antisemitismus und Antizionismus \u2013 also die Delegitimierung der Existenz Israels \u2013 treten heute oft verschmolzen auf, getarnt als \u201eIsrael-Kritik\u201c oder als vermeintliche Solidarit\u00e4t mit Pal\u00e4stina. \u201ePro-Pal\u00e4stina\u201c bedeutet in vielen F\u00e4llen nicht differenzierte Unterst\u00fctzung f\u00fcr das pal\u00e4stinensische Volk, sondern bedingungslose Solidarit\u00e4t \u2013 auch gegen\u00fcber extremistischen Gruppen. Der Terror der Hamas wird nicht mehr klar verurteilt, sondern als \u201eWiderstand\u201c verkl\u00e4rt. Gleichzeitig wird Israel zum Aggressor erkl\u00e4rt, und seine legitime Verteidigung gegen den islamistischen Vernichtungsterror der Hamas wird als \u201eGenozid in Gaza\u201c diffamiert.<\/p>\n<p>Es gibt echte Empathie f\u00fcr das Leid der Zivilbev\u00f6lkerung in Gaza, was menschlich nachvollziehbar ist. Doch parallel spielen antiwestliche Reflexe, postkoloniale Narrative und eine tiefe Abneigung gegen den j\u00fcdischen Staat eine erhebliche Rolle in bestimmten politischen und kulturellen Milieus. Hinzu kommt eine wachsende muslimische, darunter pal\u00e4stinensische Community, in der Solidarit\u00e4t mit Pal\u00e4stinensern stark verankert ist \u2013 teilweise aus religi\u00f6sen Motiven, teilweise aus identit\u00e4tspolitischen Gr\u00fcnden. Diese Einstellungen pr\u00e4gen die gesellschaftliche Stimmung sp\u00fcrbar. Viele in dieser Community unterscheiden nicht zwischen Pal\u00e4stina und Hamas, sondern \u00fcbernehmen \u2013 bewusst oder unbewusst \u2013 deren antij\u00fcdische Narrative. Damit wird der Konflikt unmittelbar in deutsche St\u00e4dte exportiert und versch\u00e4rft gesellschaftliche Spannungen, insbesondere f\u00fcr J\u00fcdinnen und Juden.<\/p>\n<p>Wer Israel hasst, stilisiert sich dabei oft als moralisch \u00fcberlegen. Besonders problematisch ist, dass dieser Hass in Teilen von Medien, Universit\u00e4ten und Politik nicht klar zur\u00fcckgewiesen, sondern stillschweigend toleriert oder sogar befeuert wird. Parteien wie das BSW und Teile der Linkspartei nutzen das reale Leid in Gaza politisch aus. Mitgef\u00fchl f\u00fcr Zivilisten ist selbstverst\u00e4ndlich wichtig. Doch wenn ausschlie\u00dflich diese Perspektive von den erw\u00e4hnten Parteien betont und die Verantwortung der Hamas \u2013 der Einsatz menschlicher Schutzschilde, der Bau von Tunnelanlagen unter Wohngebieten, der kalkulierte Tod von Zivilisten als Strategie \u2013 systematisch ausgeblendet wird, entsteht eine manipulierte Realit\u00e4t: Israel wird d\u00e4monisiert, die Hamas reingewaschen, und das Mullah-Regime im Hintergrund bleibt ungenannt.<\/p>\n<p>Ein aktuelles Beispiel daf\u00fcr war die BSW-Kundgebung in Berlin am 13. September 2025. Unter dem Motto \u201eStoppt den V\u00f6lkermord in Gaza\u201c versammelten sich nach Polizeiangaben rund 12.000, nach Veranstalterangaben bis zu 20.000 Menschen. Hauptrednerin Sahra Wagenknecht sprach von einem israelischen \u201eVernichtungskrieg\u201c im Gazastreifen. Sie sagte: \u201eNichts kann rechtfertigen, zwei Millionen Menschen im Gazastreifen, die H\u00e4lfte davon Kinder, wahllos zu bombardieren, zu ermorden, auszuhungern und zu vertreiben.\u201c Damit stellte sie Israel faktisch als Kriegsverbrecher dar und relativierte das Pogrom der Hamas am 7. Oktober 2023, das den Krieg \u00fcberhaupt erst ausl\u00f6ste. Zwar erw\u00e4hnte sie in einem Interview das Massaker der Hamas und die Geiselnahmen, doch die Gewichtung war eindeutig: Israel wurde zum Hauptschuldigen erkl\u00e4rt, w\u00e4hrend Hamas und das iranische Mullah-Regime weitgehend ausgeblendet blieben.<\/p>\n<p>Neben Wagenknecht traten weitere Prominente auf, darunter Dieter Hallervorden und der Rapper Massiv. Auch hier war von \u201eGenozid\u201c und \u201eMassenmord\u201c die Rede \u2013 Schlagworte, die Israels Existenzrecht in Zweifel ziehen und den j\u00fcdischen Staat als T\u00e4tervolk darstellen. Auf Transparenten standen Parolen wie \u201eStoppt den Genozid\u201c, \u201eFreiheit f\u00fcr Pal\u00e4stina\u201c oder \u201eKinderm\u00f6rder Israel\u201c. Die Parolen spiegelten das Milieu der Kundgebung wider: Israelhasser, Hamas-Apologeten, Querdenker, v\u00f6lkische Linke, Verschw\u00f6rungstheoretiker, Anh\u00e4nger des iranischen Regimes sowie rechte bis neonazistische Gruppen pr\u00e4gten das Bild. Zwar nahmen auch Menschen teil, die aus humanistischen Motiven Empathie f\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung zeigen wollten. Doch sie gerieten in ein Umfeld, das von antisemitischen und antizionistischen Parolen, Transparenten und einem entsprechend ideologischen Milieu gepr\u00e4gt war.<\/p>\n<p>Viele Menschen reagieren auf den Gaza-Krieg stark emotional. Die Bereitschaft zu reflektierter Diskussion, Selbstrecherche oder zur Orientierung an neutralen Quellen ist gering. Stattdessen dominieren die medialen Narrative der Hamas, des iranischen Mullah-Regimes und westlicher antizionistischer Akteure. Diese Propaganda verzerrt die Wahrnehmung, emotionalisiert die Debatte und verankert einseitige Sichtweisen in der \u00d6ffentlichkeit. Besonders auff\u00e4llig ist, dass in Kundgebungen wie dieser kaum \u00fcber die entscheidende Rolle des Iran gesprochen wird. Das Schweigen \u00fcber die Unterst\u00fctzung der Hamas durch das Mullah-Regime ist kein Zufall, sondern ein politisches Kalk\u00fcl, das die Verantwortung der eigentlichen Drahtzieher verschleiert.<\/p>\n<p>Die Fakten jedoch sind eindeutig: Die Hamas h\u00e4lt derzeit 48 Geiseln, darunter acht Deutsche, fest und verhindert so eine sofortige Beendigung des Krieges. Sie instrumentalisiert das Leid der eigenen Bev\u00f6lkerung gezielt, um den Krieg zu verl\u00e4ngern und Sympathien im Westen zu gewinnen und antiisraelische Ressentiments zu sch\u00fcren. Der Gaza-Krieg ist nicht die Folge israelischer Aggression, sondern die direkte Folge des Massakers vom 7. Oktober 2023 und der Unterst\u00fctzung durch das iranische Mullah-Regime.F\u00fcr Teheran sind Gaza und die Hamas nur ein Sprungbrett, ein Proxy, um die Vernichtung Israels voranzutreiben.<\/p>\n<p>Die gef\u00e4hrliche Normalisierung von Antisemitismus und Antizionismus macht das Leben f\u00fcr J\u00fcdinnen und Juden immer schwerer, ihre Identit\u00e4t sichtbar zu leben, ohne Anfeindungen f\u00fcrchten zu m\u00fcssen. Wer den Terror der Hamas oder die Rolle des Mullah-Regimes klar benennt, setzt sich selbst Bedrohungen und Ausgrenzung aus. Eine Gesellschaft, die Terror verharmlost und Kritik am islamistischen Fanatismus und Antisemitismus unterdr\u00fcckt, verliert ihre demokratische Substanz.<\/p>\n<p>Deutschland tr\u00e4gt eine historische Verantwortung: J\u00fcdisches Leben muss kompromisslos gesch\u00fctzt werden. Wer im Namen des \u201eFriedens\u201c, mit Parolen wie \u201eGenozid in Gaza\u201c oder \u201eStoppt die Waffenlieferungen an Israel\u201c, gleichzeitig aber verschweigt, dass die Hamas mit iranischen Raketen, Millionen aus Teheran und Katar unterst\u00fctzt wird und ihre Waffenlager in Schulen, Krankenh\u00e4usern und Tunneln installiert, relativiert faktisch den Terror der Hamas und die Rolle des Mullah-Regimes. Damit tr\u00e4gt man Mitschuld an der Verrohung des \u00f6ffentlichen Diskurses. Frieden kann es nur geben, wenn die Hamas, der Antisemitismus und das Mullah-Regime klar und kompromisslos zur\u00fcckgewiesen werden.<\/p>\n<p>Kazem Moussavi<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschland tr\u00e4gt eine historische Verantwortung: J\u00fcdisches Leben muss kompromisslos gesch\u00fctzt werden. Wer im Namen des \u201eFriedens\u201c, mit Parolen wie \u201eGenozid in Gaza\u201c oder \u201eStoppt die Waffenlieferungen an Israel\u201c, gleichzeitig aber verschweigt, dass die Hamas mit iranischen Raketen, Millionen aus Teheran und Katar unterst\u00fctzt wird und ihre Waffenlager in Schulen, Krankenh\u00e4usern und Tunneln installiert, relativiert faktisch den Terror der Hamas und die Rolle des Mullah-Regimes. Damit tr\u00e4gt man Mitschuld an der Verrohung des \u00f6ffentlichen Diskurses. 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