{"id":3124,"date":"2025-05-24T08:03:51","date_gmt":"2025-05-24T08:03:51","guid":{"rendered":"https:\/\/iraniansforum.com\/eu\/?p=3124"},"modified":"2025-05-26T08:14:02","modified_gmt":"2025-05-26T08:14:02","slug":"teherans-langer-arm-nach-berlin-wie-die-mullahs-antisemitismus-in-deutschland-befeuern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/iraniansforum.com\/eu\/teherans-langer-arm-nach-berlin-wie-die-mullahs-antisemitismus-in-deutschland-befeuern\/","title":{"rendered":"Teherans langer Arm nach Berlin: Wie die Mullahs Antisemitismus in Deutschland befeuern"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<h3><strong>Teherans langer Arm nach Berlin: Wie die Mullahs Antisemitismus in Deutschland befeuert<\/strong><\/h3>\n<\/blockquote>\n<p>In Deutschland eskalieren seit dem 7. Oktober 2023 die pro-pal\u00e4stinensischen Demonstrationen \u2013 sie sind nicht nur Ausdruck politischer Wut, sondern zunehmend gepr\u00e4gt von Gewalt, Antisemitismus und ideologischer Radikalisierung. W\u00e4hrend Politik und Medien oft von Frust, Marginalisierung oder der Notwendigkeit von Aufkl\u00e4rung sprechen, bleibt ein entscheidender Akteur im Hintergrund systematisch unerw\u00e4hnt: das Mullah-Regime im Iran.<\/p>\n<p>Der 7. Oktober war kein isolierter Terrorakt, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger strategischer und ideologischer Vorbereitung. Es ist hinl\u00e4nglich bekannt \u2013 aber kaum \u00f6ffentlich diskutiert \u2013, dass die Hamas ohne finanzielle, logistische und ideologische Unterst\u00fctzung aus Teheran weder diese Operation h\u00e4tte durchf\u00fchren noch ihre Infrastruktur aufrechterhalten k\u00f6nnen. Die islamistische Republik war ma\u00dfgeblich beteiligt am Pogrom gegen Israel \u2013 eine Beteiligung, die auch im Westen eine ideologische Sprengkraft entfaltet hat.<\/p>\n<p>Denn was viele \u00fcbersehen: Die Parolen, die heute auf pro-pal\u00e4stinensischen Demonstrationen in Berlin gerufen werden, wurden bereits auf antiistaelischen Al-Quds-Demonstrationen in Teheran \u2013 und seit Jahrzehnten auch in Berlin \u2013 skandiert. Sie sind keine spontanen Rufe junger Migranten, sondern Teil eines transnationalen antisemitischen Diskurses, der durch iranische Propagandaapparate verbreitet wird \u2013 direkt, subtil und oft \u00fcber scheinbar unabh\u00e4ngige Akteure getarnt.<\/p>\n<p>Diese ideologische Kontinuit\u00e4t zeigt sich nicht nur in den Parolen, sondern auch in den Allianzen auf deutschen Stra\u00dfen, bei denen sich unterschiedlichste Akteure direkt oder indirekt unter dem Einfluss Teherans vereinen.<\/p>\n<p>Die sogenannte Nakba-Demonstration, die am 15. Mai 2025 in Berlin-S\u00fcdstern gewaltsam stattfand<em>,\u00a0<\/em>steht exemplarisch f\u00fcr eine gef\u00e4hrliche Alianz im Sinne der Mullahs. Dort skandierten antiimperialistische, antiisraelische &#8216;Linke&#8217; an der Seite von Anh\u00e4ngern der Hamas und der Hisbollah \u2013 beides terroristische Handlangerorganisationen des iranischen Regimes. An dieser Kundgebung war nach Informationen im Hintergrund auch die Gruppe Samidoun mit Verbindungen zu insbesondere der in Deutschland verbotenen Terrororganisation <a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/wiki\/Volksfront_zur_Befreiung_Pal%C3%A4stinas\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Volksfront zur Befreiung Pal\u00e4stinas<\/a>\u00a0(PFLP) beteiligt. Unter dem Deckmantel historischer Erinnerung wurde dabei faktisch Terror legitimiert und eine politische Ideologie verbreitet, die Israels Existenz ablehnt.<\/p>\n<p>Dabei kommt der iranischen Cyber-Propaganda eine neue Dimension zu: Der Iran betreibt gezielte Desinformationskampagnen \u00fcber soziale Medien, Troll-Farmen und Online-Netzwerke. Diese dienen der Radikalisierung, der Verbreitung von Verschw\u00f6rungserz\u00e4hlungen wie \u201ezionistische Kontrolle\u201c oder \u201eIsrael als Apartheidstaat\u201c und der Destabilisierung westlicher Demokratien. Diese digitale Kriegsf\u00fchrung ist schwer nachweisbar, aber gerade bei jungen Menschen sehr wirksam und verst\u00e4rkt die ideologische Radikalisierung auf subtiler Ebene.<\/p>\n<p>Dabei darf eines nicht untersch\u00e4tzt werden: Der Antisemitismus des iranischen Regimes \u00fcbt auf Antisemiten weltweit eine magnetische Anziehungskraft aus. Es ist ein staatlich organisierter, systematischer,\u00a0<em>vernichtungsantisemitischer<\/em>\u00a0Hass \u2013 gespeist aus einem ideologischen Konglomerat, das Elemente des islamistischen, linken, rechten, v\u00f6lkischen, identit\u00e4ren, christlichen und modernen Antisemitismus miteinander verbindet. Die islamische Republik erhebt diesen Hass zur Staatsdoktrin, leugnet den Holocaust, verankert ihn in Bildung, Kultur, Medien, Propaganda und Au\u00dfenpolitik \u2013 und r\u00fcstet ihn milit\u00e4risch auf: atomar, finanziell und strategisch<\/p>\n<p>Mit enormen wirtschaftlichen Ressourcen st\u00fctzt das Regime ein weitreichendes Netzwerk jihadistischer, antisemitischer Organisationen als sogenannte Widerstandsachse \u2013 von der Hamas \u00fcber die Hisbollah bis zu den Houthi-Milizen. Diese systematische Struktur verleiht dem Antisemitismus der Mullahs eine gef\u00e4hrliche Anziehungskraft: Er gibt Emphatie, Orientierung, Feindbild und Legitimation \u2013 und wird durch die weitgehende Unt\u00e4tigkeit Europas, insbesondere Deutschlands, noch verst\u00e4rkt. Diese Passivit\u00e4t ist nichts anderes als eine fortgesetzte Appeasementpolitik \u2013 und sie macht Europa und Deutschland zum indirekten Komplizen einer Ideologie, die auf die Vernichtung Israels zielt.<\/p>\n<p>Auch die Rolle der Hisbollah in Europa ist ein wichtiges, oft untersch\u00e4tztes Thema: Obwohl Deutschland 2020 die Aktivit\u00e4ten der Hisbollah verboten hat, ist ihr Netzwerk in Europa weiterhin aktiv \u2013 in Geldw\u00e4sche, Rauschgifthandel, Propaganda sowie logistischen Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen und Drohungen gegen\u00fcber Mullah-Kritiker:innen. Der Iran nutzt diese Infrastruktur f\u00fcr Einflussoperationen und m\u00f6gliche Terroranschl\u00e4ge im \u201eNotfall\u201c.<\/p>\n<p>Zwar wurde das Islamische Zentrum Hamburg (IZH), ein zentraler Knotenpunkt iranischer Einflussnahme in Deutschland, mittlerweile geschlossen \u2013 doch es hat Klage eingereicht und besteht auf seine Wiederer\u00f6ffnung. Das IZH war ein wichtiges Mitglied der\u00a0Islamischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden (IGS), die mit \u00fcber 152 Moscheevereinen, religi\u00f6sen Bildungsst\u00e4tten und Fl\u00fcchtlingsinstitutionen verbunden ist \u2013 und l\u00e4ngst mit der deutschen Politik, Beh\u00f6rden und Universit\u00e4ten kooperiert. Ein zentraler Vermittlungskanal ist dabei das Al-Mustafa-Institut in Berlin, \u00fcber das universit\u00e4re Projekte und ideologische Schulungen organisiert werden. Daneben bestehen weitere aus dem Iran operierende ideologische Netzwerke wie etwa die Ahlul-Bayt-Stiftung, die Weltbilder vermitteln, die mit westlich-demokratischen Werten unvereinbar sind.<\/p>\n<p>Zudem agieren neben den diversen Mullah-Lobbyisten auch iranische Tarnfirmen, die im Hintergrund mit der Revolutionsgarde des Regimes kooperieren. Sie tragen unkontrolliert zur Wirtschaftsbeziehungen und der Finanzierung dieser religi\u00f6sen Institutionen sowie zur Aufrechterhaltung des ideologischen und terroristischen Einflussapparats der Mullahs in Deutschland bei.<\/p>\n<p>Die Erfahrung zeigt: Solche Strukturen geben nicht einfach auf. Sie passen sich an, tarnen sich neu und wirken im Untergrund weiter. Auch auf den Al-Quds-Demonstrationen in Berlin sind keine Hisbollah-Fahnen mehr zu sehen \u2013 doch Anh\u00e4nger von Hamas, Hisbollah und den Houthi-Milizen und antiisraelische Linke und BDSler sind weiterhin anwesend.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens seit dem 7. Oktober 2023 r\u00fcckt der Einfluss des Regimes auf Kulturinstitutionen und Universit\u00e4ten im Westen erneut ins Blickfeld. Bereits 2001 verbuchten die Mullahs das Teheraner Vorbereitungstreffen f\u00fcr die so genannte Antirassismuskonferenz der UNO im s\u00fcdafrikanischen Durban, die in Antisemitismus eskalierenden Demonstrationen gegen Israel gipfelte, als Erfolg: \u201cDie brisante Gleichsetzung von Zionismus und Rassismus war der Erfolg des kleinen iranischen Teams, [das] die Konferenz in eine antiisraelische Demonstration umwandelte.\u201c Durban kann als Geburtsort der auf den Boykott von Kultur und Wissenschaft konzentrierten BDS-Bewegung betrachtet werden. Bereits damals waren die israelfeindlichen Proteste gepr\u00e4gt von antisemitischen Bebilderungen durch demonstrierende Kreative. Diesen \u201cErfolg\u201d perpetuiert das Regime seit Jahrzehnten und bedient sich dabei im Westen agierender K\u00fcnstler, Kollektive, Kulturagenten und Wissenschaftler. In den derzeitigen Demonstrationen an deutschen Universit\u00e4ten scheint die Strategie erneut aufzugehen, so auch an der UdK Berlin.<\/p>\n<p>Die Demonstration wird inzwischen unter dem Motto \u201eSolidarit\u00e4t mit Pal\u00e4stina\u201c und \u201eLibanon, Gaza, Jemen \u2013 Frieden im Nahen Osten\u201c abgehalten. Sie verzichten auf sichtbare Symbole \u2013 ihre Ideologie bleibt jedoch pr\u00e4sent. Der R\u00fcckzug in den Schatten macht sie nicht harmloser, sondern schwerer greifbar.<\/p>\n<p>Der iranische Einfluss beschr\u00e4nkt sich nicht auf islamistische Gruppen, Migrant:innen oder Gefl\u00fcchtete. Er reicht l\u00e4ngst in akademische, linke, rechtsidentit\u00e4re und antizionistische Kreise hinein. \u00dcber BDS-Strukturen, akademische Partnerschaften, Kulturprojekte, St\u00e4dtepartnerschaften wie Freiburg mit Isfahan und postkoloniale Netzwerke gelingt es Teheran, Antizionismus als moralisch akzeptierten Antisemitismus zu etablieren \u2013 subtil, aber wirksam. Die ideologischen \u00dcberschneidungen mit Teilen der identit\u00e4ren Linken, der AfD, mit Antiglobalisten, Verschw\u00f6rungstheoretikern und Kulturrelativist:innen schaffen eine unheilige Allianz \u2013 vereint im Hass auf Israel und die westliche Demokratie.<\/p>\n<p>Die Schw\u00e4chen deutscher Sicherheitsbeh\u00f6rden verst\u00e4rken dieses Problem zus\u00e4tzlich: Viele Beh\u00f6rden untersch\u00e4tzen oder ignorieren den ideologischen und geopolitischen Charakter des iranischen Einflusses \u2013 oft aus Mangel an Sprach- und Kulturkenntnissen, politischem Willen oder analytischer Tiefe. Der Fokus liegt meist auf salafistischen Gruppen, nicht auf noch gef\u00e4hrlichere organisierte schiitisch-iranischen Netzwerken, wodurch deren Aktivit\u00e4ten nicht ausreichend bek\u00e4mpft werden.<\/p>\n<p>Neben zahlreichen deutschen Menschenrechtsaktivist:innen, Journalist:innen und Iran-Expert:innen wie Andreas Benl, Thomas von der Osten-Sacken, Stefan Grigat, June O. Beach, Ulrike Becker sowie antifaschistischen und feministischen Gruppen, die sich in den Jahren gegen Antisemitismus, Islamismus und die Atomwaffenpl\u00e4ne des iranischen Regimes engagieren, geh\u00f6rt eine der wenigen iranischen Stimmen, die st\u00e4ndig vor diesen Gefahren warnt: der Oppositionelle\u00a0Kazem Moussavi\u00a0\u2013 Herausgeber von\u00a0<em>Iran Appeasement Monitor<\/em>\u00a0und Sprecher der\u00a0<em>Green Party of Iran<\/em>\u00a0in Deutschland.<\/p>\n<p>Seit Jahrzehnten weist er auf die antisemitischen Netzwerke und die gezielte Einflussnahme des Mullah-Regimes auf europ\u00e4ische Muslime, linke Bewegungen und deutsche Institutionen hin. In Artikeln, Interviews und Fachpublikationen hat er Belege und Analysen vorgelegt, die die Rolle Teherans bei der ideologischen Radikalisierung pro-pal\u00e4stinensischer Gruppen \u2013 darunter Hamas, Hisbollah, die Huthi-Milizen und deren deutsche linke Unterst\u00fctzer:innen \u2013 sichtbar machen.<\/p>\n<p>Doch statt auf Geh\u00f6r zu sto\u00dfen, wird Moussavi von vielen Medien, politischen Akteuren und regierungsnahen Einrichtungen ignoriert \u2013 nicht selten sogar systematisch ausgegrenzt. Seine Warnungen, ebenso wie jene anderer Kritiker:innen einer beschwichtigenden Iran-Politik, gelten als unbequem \u2013 doch genau diese Unbequemlichkeit w\u00e4re notwendig, um der Realit\u00e4t ins Auge zu sehen.<\/p>\n<p>Dass all dies in Deutschland kaum thematisiert wird, ist keine blo\u00dfe Unterlassung \u2013 sondern eine Form politischer und medialer Selbstzensur. Aus Angst, als fremdenfeindlich oder islamophob zu gelten \u2013 ein Begriff \u00fcbrigens, der erstmals vom Gr\u00fcnder der Islamischen Republik, Ayatollah Ruhollah Khomeini in 1979 propagiert wurde \u2013 scheuen sich viele Entscheidungstr\u00e4ger, die Tatsachen beim Namen zu nennen. Man behandelt den Antisemitismus auf deutschen Stra\u00dfen als p\u00e4dagogisches Problem \u2013 dabei ist er l\u00e4ngst Teil eines internationalen ideologischen Krieges, der in Berlin genauso gef\u00fchrt wird wie in Beirut, Gaza, Washington D.C. oder Teheran.<\/p>\n<p>Die iranische Staatszeitung Kayhan, die direkt dem obersten F\u00fchrer Ali Khamenei untersteht, schrieb am 24. Mai 2025 \u00fcber Elias Rudriguez, der M\u00f6rder zweier israelischer Botschaftsangeh\u00f6rigen in Washington D.C.:<\/p>\n<p>\u201eEin Hoch auf diesen Basidschi-Bruder \u2013 ein gottgef\u00e4lliger Anfang!<br \/>\nMan sagt, mit dieser revolution\u00e4ren Tat habe der Basidschi von Washington seine Existenz erkl\u00e4rt.\u201c<\/p>\n<p>Unmittelbar nach der Ermordung zweier israelischer Diplomaten in Washington, D.C. durch den Terroristen Elias Rudriguez am 21. Mai 2025 ver\u00f6ffentlichte dieselbe Zeitung folgende Erkl\u00e4rung:<\/p>\n<p>\u201eEs ist an der Zeit, die Politik des aktiven Widerstands an die Stelle der Verhandlung zu setzen.\u201c<\/p>\n<p>Die Mitglieder der Basidschi-Einheit \u2013 ein Teil der terroristischen Revolutionsgarde und der Al-Quds-Brigade \u2013 sind im Iran f\u00fcr zahlreiche Gewalttaten gegen Regimegegner verantwortlich. International unterst\u00fctzen sie die sogenannte \u201eAchse des Widerstands\u201c, bestehend aus Hamas, dem Pal\u00e4stinensischen Islamischen Dschihad, der Hisbollah, den Huthi-Milizen im Jemen sowie den irakischen Hashd-al-Shaabi-Milizen \u2013 mit dem erkl\u00e4rten Ziel, Israel zu vernichten.<\/p>\n<p>Es reicht nicht mehr, \u201eNie wieder\u201c zu rufen, symbolische Fahnenverbote zu verh\u00e4ngen oder auf Integration durch Bildung zu hoffen. Die Bundesrepublik muss sich der Realit\u00e4t stellen, dass das Regime im Iran weiterhin als wirtschaftlicher und strategischer Partner betrachtet wird \u2013 und deshalb ein ideologisches, organisatorisches und geopolitisches Netzwerk ungest\u00f6rt in Deutschland betreiben kann, das offen das Existenzrecht Israels infrage stellt.<\/p>\n<p>Die deutsche bzw. EU-Iran-Politik spielt hierbei eine zentrale Rolle: Die Appeasement-Politik ergibt sich oft aus wirtschaftlichem und geopolitischem Kalk\u00fcl, vor allem im Rahmen des Atomdeals (JCPOA, 2015) oder des verfolgten Atom-Deals 2. Die R\u00fccksichtnahme auf den Iran als \u201eStabilit\u00e4tsfaktor\u201c im Nahen Osten untergr\u00e4bt eine klare Haltung gegen dessen antisemitische Staatsdoktrin.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzend kommt hinzu, dass der Iran milit\u00e4risch Russland im Ukraine-Krieg unterst\u00fctzt \u2013 etwa durch die Lieferung von Drohnen und Raketen und milit\u00e4rische Beratung. Diese Allianz st\u00e4rkt autorit\u00e4re Anti-West-Netzwerke weltweit und schw\u00e4cht die Glaubw\u00fcrdigkeit westlicher Menschenrechtspolitik \u2013 besonders wenn Deutschland trotz dieser Allianzen weiterhin Handel mit dem Iran betreibt.<\/p>\n<p><strong>Deutschland darf seine Beziehungen zum Iran nicht l\u00e4nger \u00fcber die Sicherheit j\u00fcdischen Lebens im eigenen Land stellen. Dieser Zustand ist unhaltbar \u2013 und muss sofort beendet werden.<\/strong><\/p>\n<p>Deutschland tr\u00e4gt eine doppelte Verantwortung: f\u00fcr seine Geschichte in der Schoa \u2013 und f\u00fcr die Gegenwart, in der antisemitischer Hass erneut, unter neuen Parolen wie \u201eFree Free Palestine\u201c, \u201eVon Berlin bis Gaza: Intifada\u201c, \u201eFrom the River to the Sea\u201c, und \u201eFree Gaza\u201c die Stra\u00dfen und Universit\u00e4ten beherrscht. Die Einwirkung des iranischen Regimes auf die pro-pal\u00e4stinensische Radikalisierung, auf linke, rechte, islamistische und identit\u00e4re Netzwerke, ist eine ihrer zentralen Ursachen. Nur wenn wir bereit sind, diesen Einfluss offen zu benennen, ernsthaft zu analysieren und politisch zu bek\u00e4mpfen, l\u00e4sst sich die Spirale aus Hass, Gewalt und Beschweigen durchbrechen.<\/p>\n<p>Nicht nur das Leid und die Unterdr\u00fcckung der Menschen im Iran unter der Herrschaft des religi\u00f6sen Faschismus, sondern auch das Leid der israelischen Bev\u00f6lkerung durch den Terror des Mullah-Regimes und seiner Stellvertreterorganisation Hamas sowie das der Menschen in Gaza sind untrennbar miteinander verbunden. Solange dieses Regime besteht, wird auch Hamas weiter existieren, und die Spirale der Gewalt in der Region wird sich fortsetzen \u2013 eine Zwei-Staaten-L\u00f6sung bleibt unter diesen Bedingungen unerreichbar. Ein erfolgreicher Kampf gegen Hamas ist daher ohne entschlossene Unterst\u00fctzung der Opposition \u2013 insbesondere der iranischen Freiheitsbewegung\u00a0<em>Frau, Leben, Freiheit<\/em>\u00a0\u2013, die sich die \u00dcberwindung der Mullah-Herrschaft zum Ziel gesetzt hat, nicht m\u00f6glich. Nur durch die St\u00e4rkung dieser Bewegung kann die Hoffnung auf eine demokratische, s\u00e4kulare Zukunft und einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten Wirklichkeit werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Deutschland eskalieren seit dem 7. Oktober 2023 die pro-pal\u00e4stinensischen Demonstrationen \u2013 sie sind nicht nur Ausdruck politischer Wut, sondern zunehmend gepr\u00e4gt von Gewalt, Antisemitismus und ideologischer Radikalisierung. W\u00e4hrend Politik und Medien oft von Frust, Marginalisierung oder der Notwendigkeit von Aufkl\u00e4rung sprechen, bleibt ein entscheidender Akteur im Hintergrund systematisch unerw\u00e4hnt: das Mullah-Regime im Iran.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3125,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1408,1410,1407,19,1240,1192,1318,30,1319,1412,402,11,324,1409,1411,1413],"class_list":["post-3124","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-appeasement","tag-almustafa-institut-in-berlin","tag-alquds-marsch","tag-antisemitische-pro-palastina-demonstration","tag-appeasement","tag-atom-deal","tag-bds","tag-gaza","tag-hamas","tag-hisbullah","tag-houthi","tag-igs","tag-israel","tag-izh","tag-libanon","tag-oktoberprogrom","tag-ukraine"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/iraniansforum.com\/eu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3124","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/iraniansforum.com\/eu\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/iraniansforum.com\/eu\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/iraniansforum.com\/eu\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/iraniansforum.com\/eu\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3124"}],"version-history":[{"count":11,"href":"http:\/\/iraniansforum.com\/eu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3124\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3137,"href":"http:\/\/iraniansforum.com\/eu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3124\/revisions\/3137"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/iraniansforum.com\/eu\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3125"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/iraniansforum.com\/eu\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3124"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/iraniansforum.com\/eu\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3124"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/iraniansforum.com\/eu\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3124"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}