Dawood Nazirizadeh: Die Iran-Deutschland-Connection

Dawood Nazirizadeh, Mitglied der SPD, der IGS und FES ein Unternehmensberater aus Wiesbaden, ist nach dem Deal zum Organisator der deutschen Geschäftsreisen in den Iran geworden. Er hat die Iran-Reise des hessischen grünen Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir mit einer Delegation aus 40 Unternehmern im September 2016 organisiert und begleitet. Nazirizadeh reiste auch im Oktober 2016 mit dem Ex-Wirtschaftsminister und der 120 köpfigen deutschen Wirtschaftsdelegation nach Teheran. Vom 5. Bis zum 9. Februar wird er eine von ihm initiierte Reise von 12 Unternehmern zusammen mit dem Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz nach Teheran und Täbris leiten und begleiten.

 

Nazirizadeh war Stipendiat und Sprecher der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung in London (2008-2009) und gehört zum Vorstand der iranischen islamistischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschland – IGS. Er ist Dreh- und Angelpunkt der Aktivitäten der IGS in der Deutschen Islam-Konferenz (DIK) und des islamischen Zentrum Hamburg (IZH) im Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD). Er ist dessen Verbindungsmann zur Politik, den Parteistiftungen und der Presse. Nazirizadeh hält schiitisch motivierte Vorträge und lehrt gezieltes Coaching für Jugendliche und ImmigrantInnen, bei dem vor allem die Verbreitung der antiwestlichen Khamenei-Briefe „Letter For You“ im Fokus steht. In den Veranstaltungen für die schiitischen und sunnitischen MigrantInnen laden das IZH und die IGS zur Teilnahme am antisemitischen Berliner Al Quds Marsch ein.

 

Während Nazirizadeh in London studierte, war er im islamischen Zentrum in London aktiv, das als Sammelpunkt für Islamisten bekannt ist. Er hat außerdem mit der so genannten Forschungsakademie für Islamische Forschungen der Islamischen Revolutionswächter (Pazhuheshkade-ye Tahqiqat-e Eslami-ye Sepah-e Pasdaran-e Eslami) sowie mit der vom iranischen Geheimdienst betriebenen Akademie für Iranische Studien (Akademi-ye Motale‘at-e Irani-ye Landan) in London kooperiert.

Dadurch ist Nazirizadeh mit den Strukturen islamistischer Vereine und Kulturinstitute in Europa wohlvertraut. In den letzten Jahren hat er die Qom-Reisen Dutzender deutscher NGOs organisiert, um ihnen die islamistischen Kaderschulen der URD (Universität für Religion und Denomination d.h. Konfession) und der Al-Mustafa Universität schmackhaft zu machen. Deren hauptsächliche Aufgaben sind das Propagieren der Ideologie, Kultur und Politik der islamischen Republik durch die Gewinnung und Mobilisierung von Symphatisanten, z.B. NGOs, Intellektuellen und Wissenschaftlern in den islamischen Ländern, aber auch im Westen.

Die Arbeiten von Nazirizadeh und der IGS werden insbesondere durch Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) im Rahmen der Religions- und Integrationspolitik in Deutschland gefördert und gewürdigt. Gabriel sagte bei seinem Treffen mit Nazirzadeh am 30. März 2016: “Sie schaffe(n) es, über 150 schiitische Moschee-Gemeinden und Vereine unabhängig von ihrer nationalen Prägung unter einem Dach zu vereinen.“ Außerdem schrieb Gabriel im Februar 2015: “Die Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinde in Deutschland hat die Herzen und Türen für Flüchtlinge weit geöffnet. Ich danke Ihnen insbesondere für Ihren Aktionstag „Liebe und Diene“ zum Opferfest. (…) Das Schicksal von Imam Hossein und seiner Familie kann uns alle lehren, dass am Ende das aufrichtige Einstehen für Freiheit und Mitmenschlichkeit stärker ist als Krieg und Gewalt“.



Der Hauptfokus von Nazirizadehs Webseite “Iran Wirtschaft“ liegt darauf, die deutschen Geschäfte mit dem Iran in den Bereichen Öl, Gas, Energie und in der Automobilindustrie voranzutreiben, die von den Revolutionsgarden dirigiert werden.
Nazirizadeh versucht dort auch, die deutschen Öl- und Gas-Geschäfte mit der “moderaten” Rouhanis Regierung als Investition in und Beförderung „erneuerbarer Energien“ zu verkaufen, während die Erträge für die Terrorpolitik, die Raketen-Atomprojekte und gegen Israel verwendet werden.